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Ein bisschen verlustfrei: lossyWAV schrumpft FLAC & Co.

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15.05.2008 | Von Dirk Bösel

Audiodateien können mit verlustfreien oder verlustbehafteten Codecs in eine mehr oder weniger Platz sparende Form gebracht werden. Während bei verlustfreien Codecs die Datenreduzierung absolut originalgetreu vonstatten geht, kann insbesondere bei starker Komprimierung mit verlustbehafteten Codecs ein Unterschied zum Ausgangsmaterial hörbar sein.

Ohne Qualitätsverlust komprimierte Audiodateien verlieren etwa 25% bis 50% ihrer ursprünglichen Dateigröße. Typische Vertreter sind FLAC oder WavPack.
Moderne verlustbehaftete Codecs wie AAC, Ogg Vorbis oder MP3 schrumpfen das Ausgangsmaterial dagegen um 90%, ohne dabei gleich hörbar schlechter zu klingen.

Diese eigentlich schwer vereinbaren Grundprinzipien bringt LossyWAV nun etwas näher zusammen. LossyWAV ist ein so genannter Pre-Processor für Audiodateien im WAV-Format. LossyWAV soll das Ausgangsmaterial so modifizieren, dass verlustfreie Encoder es wesentlich effizienter komprimieren können. Mit FLAC kodierte Musikdateien besitzen dank dieser Technik etwa 70% bis 75% ihrer ursprünglichen Dateigröße. Das entspricht einer Bitrate von etwa 500 kb/s.

Eine bitidentische Kopie der Ursprungsdatei lässt sich zwar nicht wiederherstellen, aber die spezielle Vorbehandlung der Audiosignale soll besonders schonend erfolgen. Das Entwicklungsziel besteht darin, dass mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine Unterschiede zum Original hörbar sind oder gar störende Artefakte auftreten.

Die von verlustbehafteten Codecs verwendeten Verfahren sind zwar effizienter, aber selbst bei hohen Qualitätseinstellungen nicht immer frei von Patzern.

LossyWAV ist ein kostenloses Kommandozeilenprogramm für Windows. Für die Quelldateien wird das WAV(PCM)-Format benötigt, wobei bisher vornehmlich Material mit 44 kHz und 16 Bit getestet wurde. Der Anwender kann anschließend mit verschiedenen verlustfreien Codecs, namentlich FLAC, LPAC, MPEG-4 ALS, TAK, WavPack und WMA Lossless, den Rest erledigen. Um "echte" und vorbehandelte Dateien später unterscheiden zu können, erhalten letztere eine doppelte Dateiendung, z.B. "dateiname.lossy.flac".

Entwickelt wurde LossyWAV im Umfeld der Hydrogenaudio.org-Community, die schon viele nützliche und interessante Projekte im Bereich Audiokompression aktiv begleitet oder auch hervorgebracht hat.

Eine Übersicht der bisherigen Entwicklungsgeschichte, Links zum Download, technische Grundlagen, Kommandozeilenparameter und Anwendungsbeispiele liefert das LossyWAV-Wiki.

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