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X-Men – Der letzte Widerstand

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Original Titel
X-Men

Kinostart
25.05.2006

Genre
Science Fiction

Erscheinungsjahr
2006

Land
USA

Verleih
FOX

Regie
Brett Ratner

Autor
Zak Penn/ Simon Kinberg ...

Laufzeit
104 Minuten

FSK
ab 12 Jahren

Hauptdarsteller
Hugh Jackman
Halle Berry
Sir Ian McKellen
Famke Janssen




Mutanten dieser Erde

INHALT

X-Men 3 Ein "Heilmittel" gegen Mutationen droht den Lauf der Geschichte für immer zu verändern. Zum ersten Mal haben Mutanten die Wahl: Entweder sie entscheiden sich dafür, ihre Einzigartigkeit zu bewahren und so ein isoliertes und von der Welt entfremdetes Leben zu führen, oder sie geben ihre Kräfte auf, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Die unterschiedlichen Standpunkte der Mutantenanführer Charles Xavier (Patrick Stewart), der an das Gute im Individuum glaubt, und Magneto (Ian McKellen), der ganz im Sinne Darwins davon überzeugt ist, dass sich die stärkere Rasse durchsetzen wird, werden auf eine ultimate Probe gestellt. Der Krieg der Kriege, der alle Kämpfe beenden soll, steht kurz bevor.

Mit von der Partie sind natürlich auch die Mutanten Wolverine (Hugh Jackman), Storm (Halle Berry), Cyclops (James Marsden) und Rogue (Anna Paquin). Sie setzen alles daran, um Magneto zu stoppen. Und sogar die totgeglaubte Jean Grey (Famke Janssen) stößt wieder zum Team hinzu. Allerdings handelt es sich bei ihr mittlerweile um eine gespaltene Persönlichkeit, deren böses alter ego Phoenix dank höher entwickelter Kräfte eine weitaus größere Macht besitzt und sich Magnetos Mutanten-Truppe anschließt.



KRITIK

X-Men 3 Zumeist verheißt die Ankündigung des dritten Teils einer Film-Reihe nichts Gutes. Doch da es sich im Falle der Comic-Verfilmung "X-Men" um den Abschluss einer von vornherein geplanten Trilogie handelt und nicht um eine Fortsetzung, die aus dem Erfolg des ersten Films entstand (Marke Matrix), durfte man durchaus eine hohe Qualität erwarten. Und schon nach den ersten Minuten wird klar, dass mit "X-Men 3" kein Fan der Serie enttäuscht wird. Trotz der Ablösung auf dem Regiestuhl – den dritten X-Men-Teil inszenierte nicht mehr Bryan Singer, sondern Brett Ratner ("Rush Hour", "After the Sunset") – entwickelt "The Last Stand" konsequent Geschichte und Charaktere weiter und muss sich nicht hinter den beiden Vorgängern verstecken.

Ein anderer Regiestil ist im Trilogie-Abschluss nicht zu erkennen und das wird den eingefleischten X-Men-Fans wohl auch ganz recht sein. Drehbuch und Inszenierung sind sehr typisch und natürlich ist auch das Darsteller-Aufgebot gleich geblieben – allen voran die beiden Gegenspieler Ian McKellen als Magneto und Patrick Stewart als Xavier. Was die Story angeht, ist der dritte Teil seinen beiden Vorgängern sogar einen Schritt voraus, geht es hier schließlich um eine existenzielle Frage: Sehen die Mutanten ihre geheimnisvollen Kräfte als eine Krankheit an, die man heilen sollte? Ist Anpassung ein legitimes Mittel um akzeptiert zu werden? Im Film ist die Mutanten-Gemeinschaft gespalten, die Mehrheit will sich zu einer vermeintlichen Heilung jedoch nicht zwingen lassen. Doch die junge Rogue, die durch ihre Mutation zu einem Leben ohne körperliche Nähe verdammt ist, denkt stark über diese neue Möglichkeit der "Heilung" nach.

X-Men 3 Der zweite Erzählstrang von "The Last Stand" ist deutlich blasser: Die Geschichte um Jean, die als erstarkte, dafür aber böse Phoenix wideraufersteht, deren wahrer Charakter aber immer wieder durch gute Zurufe Wolverines hervorgeholt wird, wirkt unendlich aufgesetzt. Viel charmanter sind da die Szenen, die sich am Rande des Plots abspielen: Der blauhäutige Senator McCoy (Kelsey Grammer) wird Minister für Mutanten-Angelegenheiten, Rogues Freund Iceman (Shawn Ashmore) verwandelt einen Springbrunnen in eine Eislandschaft, um die süße Kitty Pryde (Ellen Page) zu beeindrucken, Flügel-Mutant Angel entscheidet sich im letzten Moment gegen eine "Heilung" und fliegt in die Freiheit – für dieses Interesse an Nebenfiguren und ihren angedeuteten Geschichten wird die X-Men Reihe geliebt.

Das einzig größere Problem des Films ist das Problem des kompletten Genres und somit auch der Vorgängerfilme: Auf der Leinwand nutzen Figuren mit übernatürlichen Kräften ihre Macht immer genau so, wie das Drehbuch es verlangt. Die Handlung unterliegt damit immer einer konstruierten Beliebigkeit, der nur schwer beizukommen ist. Auch in "X-Men 3" sucht man vergeblich nach einer gewissen inneren Logik im Verhalten der Hauptfiguren, die auch in diesem Genre möglich sein sollte. Ansonsten setzt sich die Reihe durch ihre wunderbar gezeichneten Charaktere nämlich angenehm von anderen Sci-Fi-Produktionen ab. Als Abschluss einer großen Trilogie muss "The Last Stand" dann natürlich als Testfeld für ausgeflippte Computer-Animateure herhalten. Vor allem beim Showdown ziehen die Filmemacher alle Special-Effects-Register und schießen dabei teilweise übers Ziel hinaus. Höhepunkt der Technik-Orgie ist die episch in Szene gesetzte Verschiebung der Golden Gate Bridge, die auf der Leinwand tatsächlich beeindruckt – selbst wenn man im Hinterkopf hat, dass am Computer mittlerweile fast alles möglich ist.



FAZIT

X-Men 3 Auch der dritte Teil der X-Men-Trilogie sorgt für jede Menge Unterhaltung. Ein Film, der nur im Kino Spaß macht, mit bombastischem Sound und jeder Menge Special Effects. Wer mit diesem Genre etwas anfangen kann, der wird X-Men 3 lieben. Wer dagegen von größtenteils am Computer enstandenen Produktionen die Nase voll hat, macht einen weiten Bogen um den "letzten Widerstand." Fans der Reihe werden sicherlich nicht enttäuscht: "X-Men 3" mutiert nicht und hält die Qualität der Vorgängerfilme: äußerst kurzweile Kino-Unterhaltung auf technisch hohem Niveau.

Von Till Kadritzke



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