Anzeige
MPeX.net Suche
Home Page : Movies : Walk The Line

Walk The Line

» Links zum Artikel
Kinostart
02.02.2006

Genre
Drama

Erscheinungsjahr
2005

Land
USA

Verleih
FOX

Regie
James Mangold

Autor
Gill Dennis / James Mangold

Laufzeit
136 Minuten

FSK
ab 6 Jahren

Hauptdarsteller
Joaquin Phoenix
Reese Witherspoon
Ginnifer Goodwin
Robert Patrick




Good bye Johnny

INHALT

Walk The Line 1955 - Sundance Studio - Memphis: zwei Männer sehen sich gegenseitig in die Augen. In einem von Ihnen brennt ein erfüllendes Feuer. Genau dieser fängt an ein Lied zu spielen, während der andere Mann nur staunend zuhört. So wie diesem Mann ergeht es seitdem Millionen, die die Musik von Johnny Cash (Joaquin Phoenix) hören. Und um diesen Mann und dessen Faszination dreht sich der neue Film von James Mangold: "Walk the Line". Mangold begleitet Johnny Cash durch seine schwere Kindheit, den schleppenden Beginn seiner Karriere und seinen Liebschaften. Eine davon ist June Carter (Reese Witherspoon), die er kennen lernt, während er auf Tour ist. In dieser Zeit begegnet er auch Musikern wie Elvis Presley, Roy Orbison und anderen späteren Ikonen. Doch er trifft nicht nur Musiker sondern macht auch Bekanntschaft mit Drogen. Diesen Weg, den Johnny Cash zu dieser Zeit einschlägt, benutzt Mangold zusätzlich zu seiner Liebe zu June Carter als Handlungsträger. Der Film führt auch über Cash's Genesung, seinem grandiosen Comeback im Folsom Gefängnis und seiner Heirat mit June Carter, die ihm letztendlich wieder auf den richtigen Weg zurückführt.



KRITIK

Walk The Line Ehre wem Ehre gebührt. Das scheinen sich zur Zeit auch viele Regisseure zu denken, wenn man sich ansieht, was für Biographien derzeit verfilmt werden. Erst kam der Oscar-premierte "Ray" auf die Leinwände und in Zukunft erwartet uns auch eine Verfilmung von Bob Dylan's Leben, doch nun ist es erst einmal Zeit für Johnny Cash und seine Band, den Tennessee Two.

Es ist schwer, ein so ereignisreiches Leben, wie jenes von Johnny Cash, zu verfilmen. Doch in den neunziger Jahren hatte James Mangold diese Idee. Nach siebenjähriger Vorbereitung, vielen Stunden mit Johnny Cash und June Carter Cash wurde diese Idee nun Wirklichkeit. Und es hat sich wahrlich gelohnt. "Walk the Line" ist ein aufbrausendes Drama über die wildeste Zeit von Johnny Cash. Da diese nun wirklich viel zu bieten hat, nutzt Mangold eine Episodenstruktur die den Film immer weiter trägt. Ein Teil dieser Szenen wird leider so abrupt abgeschlossen und überspringt so große Zeiträume, dass der Zuschauer im Dunkeln gelassen wird ohne das man Ihn da wieder rausholt. Man sollte zumindest ein paar Informationen über Johnny Cash vorher sammeln um sich nicht zu sehr zu wundern. Das ist aber schon der einzige schwerwiegende Kritikpunkt. Denn dafür sind diese Wechsel durch gut platzierte Kamerawechsel schön inszeniert und fügen sich somit angenehm ins Gesamtbild. Der Rest des Films gestaltet sich so wie es sich für eine Biographie gehört.

Mangold hat vorallem eines geschafft - seinen Film authentisch zu machen. Die Originalkostüme überzeugen genauso wie die Schauplätze und wenn dann auch noch der junge, noch unbekannte Elvis auftaucht, erzeugt das ein Lächeln auf dem Gesicht des Zuschauers. Das größte Lob gebührt aber den Hauptdarstellern Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon, die nicht nur durch ihr gutes Schauspiel auffallen sondern auch durch deren Stimmen. Beide hatten nämlich vor Drehbeginn monatelang Gesangsunterricht und haben alle Songs selbst gesungen. Dies ist nicht selbstverständlich, hat man doch selbst bei "Ray" auf Playbacks zurückgegriffen. Erwähnenswert ist auch noch Robert Patrick, der Johnny Cash's Vater sehr glaubhaft spielt und dem solche kühlen Rollen wie auf den Leib geschneidert sind. Musikalisch kann man sich auch nicht beklagen, von Bob Dylan über Roy Orbison bis Elvis Presley ist alles dabei bis zu Johnny Cash was auch bitter nötig ist, dreht sich der Film doch im Grunde um die Musik dieser Zeit.



FAZIT

Walk The Line Dieser Film ist eine gelungene Verfilmung einer Musikerlegende, obwohl der Streifen einige Schwächen hat und man bedauerlicherweise nur von einem Teil von Johnny Cash's Leben erfährt. So hat "Walk the Line" dasselbe Problem, wie viele andere Biographien auch: Es ist schier unmöglich, das komplette Leben eines Künstlers in einen Film zu packen. Daher sieht man hier auch nur die wichtigsten Lebensabschnitte von Johnny Cash bis zum Jahr 1968. Doch wer sich an dieser Kleinigkeit nicht stört und auch ein bisschen mit der Geschichte von Johnny Cash vertraut ist, wird hier einen sehr gelungenen Film betrachten können für den sich der Kauf eines Kinotickets wirklich lohnt.

Von Enrico Seligmann



LINKS
» Filme bei Amazon.de
» Homepage zum Film
» Ray (2 DVDs) bei Amazon.de


« Zurück zur Übersicht

Anzeige
Copyright © 2017 MPeX.net GmbH       Impressum       Verzicht       Suche Hosting by mpex