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Superman Returns

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Kinostart
17.08.2006

Genre
Action

Erscheinungsjahr
2006

Land
USA

Verleih
Warner

Regie
Bryan Singer

Autor
Michael Dougherty/ Dan Harris,

Laufzeit
154 Minuten

FSK
ab 12 Jahren

Hauptdarsteller
Brandon Routh
Kate Bosworth
James Marsden
Frank Langella




Warum die Welt CGI-Effekte braucht

INHALT

Superman Returns Fünf Jahre sind vergangen, seit Superman (Brandon Routh) spurlos verschwunden ist – alle Katastrophen musste die Welt ohne seine Hilfe bewältigen. Lex Luthor (Kevin Spacey), gerade aus dem Gefängnis entlassen, nimmt sich vor, Supermans Überlegenheit für seine eigenen finsteren Zwecke zu nutzen. Lois Lane (Kate Bosworth), einst Supermans große Liebe, hat ein neues Leben begonnen und ist jetzt Starreporterin des Daily Planet. Ihr Artikel „Warum die Welt auch ohne Superman auskommt“, brachte ihr sogar den Pulitzer-Preis ein. Außerdem ist sie mit dem Neffen des Chefredakteurs verlobt und kümmert sich um ihren kleinen Sohn.

Lange Zeit hat Superman seine Bestimmung im Universum gesucht - jetzt kehrt er auf die Kent-Farm zurück, denn hier lebt die einzige Familie, die er als seine eigene kennt. Sein Schicksal ist mit Metropolis verbunden und es reicht ein Blick in Lois’ Augen, um zu erkennen, dass dieser Ort mit seinen unvollkommenen, aber letztlich doch aufrichtigen Menschen, seine wahre Heimat ist. Und weil Lex seinen Plan schon Stunden nach Supermans Rückkehr umsetzt, braucht die Welt ihren Retter dringender denn je.



KRITIK

Superman Returns Wie wäre mal mit einem DVD-Extra der etwas anderen Art? Das „Making Of“, Interviews mit dem Stab, Audiokommentare gehören ja mittlerweile fast zum Standard, aber warum nicht einmal die unbearbeitete Version eines Special-Effects-Movies? Also eine Fassung des Films vor dem Hinzufügen der diversen Computer-Tricks, in der man die Darsteller vor dem Set-Hintergrund sieht – und nicht hinter wuchtigen computergenerierten Landschaften. Vielleicht würde dann sogar dem ein oder anderen Fan etwas deutlicher auffallen, wie stupide die Dialoge und wie unausgereift die Stories der sogenannten Blockbuster oft sind. Auch „Superman Returns“ von Erfolgs-Regisseur Bryan Singer bildet da leider keine Ausnahme. Singer bemüht sich zwar, diese Mankos mit jeder Menge Action zu verdecken, ob das aber für die hohen Ansprüche und Erwartungen an diesen Film reicht, wird sich zeigen.

Nicht weniger als 23 Jahre sind vergangen, seit Christopher Reeve zuletzt das Superman-Cape überstreifen durfte. Der neue Superman heißt Brandon Routh und ist Hollywood-Neuling. Er sieht dem alten Helden Reeve ziemlich ähnlich und dürfte wohl auch deshalb ausgewählt worden sein, auch wenn Singer etwas anderes behauptet. Ob Routh tatsächlich schauspielern kann, lässt sich schwer sagen, traut sein Regisseur ihm doch offenbar wenig zu. Der Superman-Charakter im neuen Film glänzt jedenfalls nicht unbedingt mit Wortgewandtheit, hat überhaupt wenige Szenen, in denen er nicht die Welt retten muss. Auch als Clark Kent darf der junge Darsteller nicht viel tun, was ebenfalls eher am Drehbuch liegt – Singers Kent ist nicht einmal sonderlich sympathisch.

Superman Returns Die anderen Darsteller fallen nicht besonders auf: Kate Bosworth ist zwar hübsch, genügt aber nicht den Ansprüchen einer Lois Lane-Rolle. Die übrigen Nebenrollen der „guten“ Seite sind solide besetzt, unterstützen aber dadurch eher die Mittelmäßigkeit des Films. Höhepunkt ist dann doch Kevin Spacey, der den Ultra-Bösewicht Lex Luther verkörpert. Zwar kommt er nicht an den Original-Schurken Gene Hackman heran und hat für den geneigten Superman-Fan vielleicht etwas zu viel Spaß bei der Darstellung, doch sorgt Spacey in seiner Rolle für ein paar geniale Momente, die zu den besten des Films gehören. Auf die Spieldauer von zweieinhalb Stunden gerechnet, sind diese Momente aber eher spärlich vertreten. Die Story – vor allem Lex Luthers Masterplan zur Welteroberung – ist wenig durchdacht, die Action-Sequenzen stammen fast komplett aus dem Computer und sind nett anzusehen, ohne dabei wirklich vom Hocker zu reißen. Für den Nicht-Superman-Fan ist der Film an vielen Stellen schlicht ermüdend.

Und für den Superman-Fan? Hier wird sich die Gemeinde wohl spalten: Superman kehrt ja nicht einfach nur zurück, wie der Filmtitel verspricht, er wird in ein neues Zeitalter des Films übertragen, in dem die Computertechnologie vorherrscht. Ob das für bisher unerreichten Kino-Spaß sorgt oder das Flair der alten Superman-Filme zerstört, das muss wohl jeder selbst entscheiden. Gibt es einen Grund dafür, dass Superman ausgerechnet im Jahr 2006 wiederkehrt? Sind es diese unsicheren Zeiten, in denen wir leben? Sehnt sich die Welt wieder nach einem Helden? Wohl eher weniger. Die großen Filmfabriken sehnen sich wohl eher nach mehr Geld – und der Erfolg an den Kinokassen ist für „Superman Returns“ mal wieder vorprogrammiert, so durchschnittlich der Film letztendlich geworden ist.



FAZIT

Superman Returns Superman fliegt wieder und zerstört einmal mehr den Plan seines Erzfeindes Lex Luther. Regisseur Singer fährt alle Geschütze auf, um das Blockbuster-Publikum zu unterhalten, vergisst dabei aber mal wieder die nicht unwichtige Story. Die Darsteller machen – mehr oder weniger motiviert – ihren Job und sorgen nur selten für Momente, die man nach dem Kino-Besuch nicht schon wieder vergessen hat. Es ist zwar jede Menge los in „Superman Returns“, aber echte Spannung kommt kaum auf und auch das Flair der alten Filme kann nicht heraufbeschworen werden. „Superman Returns“ ist ein äußerst durchschnittlicher Film, der seine Momente hat, aber nicht überzeugen kann.

Von Till Kadritzke



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