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Die Super-Ex

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Original Titel
My Super Ex-Girlfriend

Kinostart
16.11.2006

Genre
Komödie

Erscheinungsjahr
2006

Land
USA

Verleih
Kinowelt

Regie
Ivan Reitman

Autor
Don Payne

Laufzeit
96 Minuten

FSK
ab 6 Jahren

Hauptdarsteller
Uma Thurman
Luke Wilson
Anna Faris
Rainn Wilson




Spider-Man, Superman, Thurman?

INHALT

Die Super-Ex G-Girl (Uma Thurman, "Kill Bill") ist New Yorks angesagteste Superheldin. Tagtäglich rettet sie Menschen aus brennenden Gebäuden, legt Ganoven das Handwerk und vereitelt größere Katastrophen jeder Art. Und genau davon hat G-Girl gestrichen die Nase voll. Die Superheldin frönt viel lieber ihrem Tarnleben als Normalsterbliche Jenny Johnson, die in einer New Yorker Kunstgalerie arbeitet. In genau diese bornierte Brillenschlange verknallt sich eines Tages Architekt Matt Saunders (Luke Wilson, "Die Royal Tenenbaums"). Dabei ist Jenny alles andere als eine Traumfrau. Matts anfängliche Begeisterung verfliegt angesichts Jennys neurotischer Macken und hysterischer Anfälle entsprechend schnell. Die Superheldin inkognito sieht das allerdings ganz anders: Sie erklärt Matt zu ihrer großen Liebe und schwärmt so sehr von ihrem neuen Lover, dass sie sogar bereit ist, ihm ihr Geheimnis anzuvertrauen. Doch selbst ihre G-Girl-Beichte vermag es nicht, Matt langfristig an sie zu binden. Der Geliebte macht alsbald mit ihr Schluss und G-Girl rastet aus. Spätestens als Matt kopfüber von der Freiheitsstatue baumelt, wird ihm klar, was es bedeutet, eine Frau zu verschmähen, die über übernatürliche Kräfte verfügt – und keine Scheu hat, sie gegen ihn einzusetzen.



KRITIK

Die Super-Ex Regisseur Ivan Reitman hatte im Verlauf seiner Karriere schon öfter mit übernatürlichen Kreaturen zu tun. Der Filmveteran zeichnete bereits 1984 verantwortlich für den Geisterjägerkultfilm "Ghostbusters" und produzierte u.a. "Space Jam" (1996), in dem sich die Looney-Toons-Horde über Michael Jordan hermacht. Sein neuestes Machwerk "Die Super-Ex" ist dagegen mit seiner heroischen Protagonistin auf den ersten Blick eine eher klassische Adaption des Übernatürlichen. Der Spinnenmann und sein Strumpfhosenkollege Supermann haben es auf Papier und Zelluloid vorgemacht, Reitmans G-Girl macht es nach und reitet als weibliches Pendant auf Elektras und Catwomans marginaler Erfolgswelle? Wohl kaum. G-Girl ist wahrlich kein Aushängeschild der epischen Superheldengemeinschaft. "Die Super-Ex" handelt vielmehr von den Bedürfnissen und Gefühlen des Menschen hinter der affigen Fassade des Superheldenkostüms.

Dass Jenny Johnson alias G-Girl ganz besondere Bedürfnisse hat, kann man sich angesichts ihres turbulenten Doppellebens unschwer vorstellen. Ivan Reitman und Drehbuchautor Don Payne ("Die Simpsons") lassen dabei kein gutes Haar an der verhaltensauffälligen Protagonistin. Jenny ist eine zerknirschte, egomanische und äußerst hartnäckige Klette auf der Suche nach der großen Liebe, die sich besitzergreifend an den naiven Matt heftet und ständige Aufmerksamkeit und Unterwürfigkeit verlangt. Darüber hinaus hat Jenny ihr G-Girl-Dasein satt und versteht ihre Superkräfte nur noch als Belastung. Weltrettung und Privatleben kommen sich immer wieder in die Quere.

Die Super-Ex Vielschichtig ist der Charakter der liebeskranken Superheldin also allemal. Uma Thurman kann allerdings kaum mit dem rasanten Tempo, mit dem G-Girls Stimmung immer wieder kippen soll, mithalten. Die Schauspielerin kann die verschiedenen Gefühlssituationen, die von wehmütig bis cholerisch reichen, nicht zu einem koherenten und überzeugenden Charakterbild zusammenfassen und verlegt sich im Verlauf des Films schließlich darauf, G-Girl einfach nur wütend sein zu lassen, obwohl die Dialoge oft eine nuanciertere Darstellung verlangen. Über comic timing, also die Kunst, einen Witz gekonnt vorzutragen, verfügt Frau Thurman – im Gegensatz zu ihrem Filmpartner Luke Wilson - offenbar auch nicht. Was bleibt, ist der Plot selbst.

Der vielversprechend amüsante Beginn des Films, dessen komödiantisches Potenzial allein der grotesken Idee, dass ein 08/15-Trottel unter die Fittiche einer klammernden Superheldin gerät, zuzuschreiben ist, wird jedoch nach dem ersten Drittel der Spielzeit von einigen zähen Handlungsverschwurbelungen ausgebremst. Mühselig schleppt sich "Die Super-Ex" in einem Flashback durch Jennys Jugend und das Akquirieren ihrer Superkräfte, nur um G-Girls obligatorischen Erzfeind Bedlam, gespielt von dem hervorragenden britischen Komiker Eddie Izzard, auf den Plan zu rufen. Von nun an entwickelt die sinnlose Fehde zwischen dem Schurken und der Superheldin eine ungeahnt raumgreifende Präsenz. Derweil hat sich der anfängliche Schwung der Komödie größtenteils verflüchtigt.



FAZIT

Die Super-Ex Obwohl das Grundkonzept von "Die Super-Ex", eine Superheldin zur Abwechslung einmal durchdrehen zu lassen, durchaus Komödienkompetenz hat, kann Ivan Reitmans Superhelden-Parodie nur stellenweise überzeugen. G-Girls gelegentliche Ausraster, bei denen schon einmal ein weißer Hai als Munition herhalten muss und Autos durch die Gegend katapultiert werden, sind zwar lustig, reichen aber nicht, um 96 Filmminuten auszufüllen. Ein Kurzfilm hätte es da auch getan.

Von Therese Hopfmann



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