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Mord und Margaritas

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Original Titel
The Matador

Kinostart
20.04.2006

Genre
Action/ Komödie

Erscheinungsjahr
2005

Land
USA

Verleih
Buena Vista

Regie
Richard Shepard

Autor
Richard Shepard

Laufzeit
97 Minuten

FSK
ab 12 Jahren

Hauptdarsteller
Pierce Brosnan
Greg Kinnear
Hope Davis
Philip Baker Hall




Zwei echte Geschäftsmänner

INHALT

Mord und Margaritas Auftragskiller Julian Noble, der sich selbst nur „Vermittler von Todesfällen“ nennt, wird von einer Midlife-Crisis heimgesucht. Der Geschäftsmann Danny Wright steckt in finanziellen Schwierigkeiten und will das Geschäft seines Lebens abschließen, das ihn entweder vor dem finanziellen Bankrott retten wird oder aber ihn in eine noch größere Abhängigkeit und Krise stürzen könnte. In einer Hotelbar in Mexico City treffen beide aufeinander – Julian, der weltenbummelnde Auftragskiller und Danny, ein einfacher amerikanischer Geschäftsmann. Und obwohl sie rein gar nichts miteinander verbindet, müssen sie bald feststellen, dass sie mehr auf einander angewiesen sind als sie sich jemals hätten vorstellen können und vor allem als ihnen lieb ist...



KRITIK

Mord und Margaritas Was sind das eigentlich für Menschen, diese Auftragskiller? Im Film ist die „Hitman“-Rolle fast immer mit den gleichen Eigenschaften behaftet: Gewissenlos, eiskalt, geheimnisvoll. Über die Person dahinter erfährt das Publikum gemeinhin nicht besonders viel. Das ändert sich mit Richard Shepards Thriller-Satire „The Matador“ (Mord & Margaritas), in dem Pierce Brosnan als Killer Julian in eine existenzielle Krise stürzt. Shepard, der mit diesem Film sein eigenes Drehbuch inszeniert hat, untersucht die Frage, was für Menschen hinter den tödlichen Aufträgen stecken und schafft einen bissigen und kurzweiligen Film.

Brosnan blüht in seiner dritten Rolle nach dem letzten James Bond förmlich auf und hat sichtlich Spaß daran gegen sein Image spielen zu dürfen. Es macht Spaß, ihm dabei zuzusehen, wie er ins Straucheln gerät, zunehmend verzweifelt und auch mal hemmungslos losheult. Julian ist eine zutiefst einsame und dadurch bemitleidenswerte Person, die in der Begegnung mit Geschäftsmann Danny (Greg Kinnear – „Besser geht’s nicht“) die Chance sieht, zum ersten Mal einen echten Freund zu gewinnen. Die Beziehung der beiden Charaktere ist als Basis des Films hervorragend gelungen, was nicht zuletzt auch an der tollen Leistung von Greg Kinnear liegt, der in seiner Rollle als ängstlicher Geschäftsmann einfach wunderbar komisch ist. Auch Hope Davis, die Dannys Frau Bean spielt, überzeugt als scheinbar unschuldige Hausfrau, die sich vom Beruf des neuen Freundes ihres Mannes faszinieren lässt.

Als Danny Julian bei ihrer ersten Begegnung in einer Hotel-Bar in Mexico City vom tragischen Tod seines Sohnes erzählt, kontert dieser mit einem obszönen Mexikaner-Witz und offenbart seine Unfähigkeit zu menschlicher Kommunikation. Nach einer zwar bemühten, aber ehrlichen Entschuldigung am nächsten Tag, besuchen die beiden einen Stierkampf, bei dem Julian seinem neuen Freund beweisen muss, dass er tatsächlich das Töten zum Beruf gemacht hat und spontan einen Auftrag simuliert. Zwei Schlüsselszenen, die wunderbar geschrieben und in Szene gesetzt sind, die Grenze zur Unglaubwürdigkeit nie überschreiten. Eine sehr originelle Kameraführung sorgt zudem für die äußerst stimmige visuelle Umsetzung des Scripts.

Einordnen lässt sich der „Matador“ nur sehr schwer. Der Film funktioniert als Killer-Psychogramm, als Satire, als Thriller oder als schwarze Komödie, bleibt auf all diesen Ebenen aber an der Oberfläche, was manchmal etwas irritierend wirkt. Auch wenn man sich also fragen kann, ob ein stärkerer Anschub in eine der genannten Richtungen einen noch besseren Film produziert hätte: Der Genre-Mix funktioniert und das überzeugende Gesamtbild verhindert die Notwendigkeit von weiteren Überlegungen dieser Art.

FAZIT

Mord und Margaritas „Mord und Margaritas“ ist eine Thriller-Komödie im besten Sinne. Die wunderbare Idee, einen Auftragskiller in der Midlife-Crisis zum Zentrum eines Films zu machen, wird durch die Darstellung Pierce Brosnans äußerst gelungen in die Tat umgesetzt. Und Greg Kinnear und Hope Davis als harmloses Ehepaar sorgen neben Brosnan für die nötigen Lacher. Ein origineller und unterhaltsamer Film, der ein breites Publikum verdient hat und es wohl auch finden wird.

Von Till Kadritzke



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