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Original Titel
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Kinostart
28.09.2006

Genre
Komödie

Erscheinungsjahr
2006

Land
USA

Verleih
Sony Pictures

Regie
Frank Coraci

Autor
Steven Wayne Koren/ Mark O'Keefe

Laufzeit
108 Minuten

FSK
ab 6 Jahren

Hauptdarsteller
Adam Sandler
Kate Beckinsale
Christopher Walken
Henry Winkler




Hauptsache Hasselhoff

INHALT

Klick Auf den ersten Blick könnte Michael Newmans (Adam Sandler, "Die Wutprobe”) Leben kaum perfekter sein: Er macht Karriere als Architekt, lässt sich daheim von seiner schönen Frau (Kate Beckinsale, "Pearl Harbor") bekochen und wird von seinen zwei Kindern vergöttert. Doch schon auf den zweiten Blick entpuppt sich Michaels Alltag als alles andere als bilderbuchtauglich. Er ist chronisch überarbeitet, mit den Kindern überfordert und kann den Ansprüchen seiner Frau kaum genügen.

Da trifft es sich gut, dass er eines Tages auf der Suche nach einer Fernbedienung dem Tüftler Morty (Christopher Walken, "Catch me if you can") über den Weg läuft, der ihm eine seiner Erfindungen in die Hand drückt. Was zunächst wie eine stinknormale Fernbedienung aussieht, erweist sich jedoch als magische Universalfernbedienung, mit der Michael nicht nur den heimischen Fernseher, sondern gleich sein ganzes Leben steuern kann. Ehekrach vorspulen, Hundegebell abschalten, Krankheiten überspringen – all das ist auf einmal möglich. Zu spät bemerkt Michael, dass sein neues Lieblingsgerät über eine äußerst eigenständige Memory-Funktion verfügt, die seine Verhaltensmerkmale speichert und darauf reagiert, ohne sich umprogrammieren zu lassen…



KRITIK

Klick David Hasselhoff feiert sein Revival. So richtig tot war der kraushaarige Baywatch-Bademeister zwar nie, schließlich bemühte sich die Klatschpresse redlich, Lebenszeichen des TV-Oldies zu gehässigen Randspaltenfünfzeilern zu vertexten. Na gut, der untote Herr Betrinkelhoff trinkt öfter mal einen über den Durst und macht sich schon einmal im Suff in die Hose, aber seine Popularität in Deutschland hat ihn das alles nicht gekostet. Popularität in Deutschland? Jetzt überrascht zu sein, wäre kaum verwunderlich, denn dabei handelt es sich eher um ein Gerücht made in USA. Dort wird dem Knight-Rider-Mann seit seinem Charterfolg zur Wiedervereinigung nachgesagt, hier eine wahre Ikone zu sein, der Schreine und Statuen im ganzen Land errichtet wurden. Doch statt allgemeinen Anhimmelungsritualen anheim zu fallen, verstaubte die Erinnerung an Hasselhoffs Schauspiel- und Musikkarriere in Deutschland genauso wie daheim. Nun aber wird der Altstar in "Klick" wiederbelebt. Als Mr. Ammer, Michaels versnobter Boss, will es Hasselhoff noch einmal wissen.

Mr. Ammer ist allerdings keine Hauptrolle vorbehalten. Sein Auftritt ist vielmehr völlig nebensächlich. Allerdings ist die Hauptsache, Michaels ferngesteuertes Universum, nicht minder trivial. Langeweile macht sich angesichts Sandlers müder Scherze schnell breit, während er als Michael Newman dem Wunderding verfällt, das sein Leben so viel einfacher zu machen scheint. Nach kleineren Spielereien mit der Fernbedienung, bei denen er das Gassigehen vorspult und japanische Geschäftspartner englisch sprechen lässt, erlaubt sich Newman jedoch einen traumatischen Fauxpas, der sein Leben umkrempelt: Er lässt sich zu seiner Beförderung vorspulen. Doch die findet nicht – wie der Architekt auf Erfolgskurs glaubt – bald statt, sondern erst ein Jahr später.

Klick Erst zu diesem Zeitpunkt wird "Klick" erstmals ein wenig interessanter. Der Protagonist kann die vorgespulte Zeit nämlich nicht zurückdrehen, wenngleich eine Universalfernbedienung das wohl können sollte. Aus dramaturgischen Gründen kann es das teuflische Gerät aber nicht. Auf "Autopilot" hat Michael mehr als ein Jahr vor sich hingelebt und kann sich nun nicht einmal mehr an den Tod seines geliebten Hundes erinnern. Geschweige denn an die Ehekrise mit seiner Frau Donna. Noch bevor Pechvogel Michael sich an die Behebung des entstandenen Schadens machen kann, wird die Fernbedienung allerdings wieder aktiv. Sein altes Verhalten, Ehekrach vorzuspulen, ist unwiderruflich in das Gerät einprogrammiert. Nun spult es bei jedem Streit selbstständig. Ein spannender Kampf gegen die dämonische Maschine steht an. Oder?

"Klick" verpasst es, Michaels Aufbegehren gegen die programmierte Fernbedienung zum Schwerpunkt des Films zu machen. Michael verliert den Kampf recht schnell. Nur noch selten ist er zwischen den Autopilotphasen bei nicht ferngesteuertem Bewusstsein. Unentschlossen pendelt der Film zwischen Ulk und Emotion. Sandlers eindimensionale Blödelrolle aus der ersten Filmhälfte, wo er sich noch mit einem sommersprossigen Nachbarsjungen ein kindisches Duell nach dem anderen liefert, soll ohne Grundlage zur Schicksalsfigur umfunktioniert werden. Erfinder Morty unterliegt einer entsprechenden Metamorphose zum Todesengel. Ernste Szene mehren sich nun schlagartig und wirken unpassend, weil sie sich mit den albernen Momenten des Films und Adams Sandlers Schaupielvermögen nicht vereinbaren lassen.



FAZIT

Klick Hätte man zu Baywatch-Zeiten behauptet, David Hasselhoff könnte bei einer Rechtungsaktion versagen, hätte das wohl empörtes Kriegsgeheul aus dem Rote-Badehosen-Fanclub zur Folge gehabt. Doch die Zeiten ändern sich und es dürfte wenig Grund zur Echauffierung geben festzustellen, dass Hasselhoff weder seinen eigenen Ruf noch das wackelige Filmprojekt "Klick" vor dem Untergang retten kann. Gluck, gluck.

Von Therese Hopfmann



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