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Hairspray

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Kinostart
06.09.2007

Genre
Musical

Erscheinungsjahr
2007

Land
USA

Verleih
Warner

Regie
Adam Shankman

Autor
Leslie Dixon

Laufzeit
116 Minuten

Hauptdarsteller
John Travolta
Michelle Pfeiffer
Christopher Walken
Amanda Bynes




Das Leben ist eine Tanz-Party

INHALT

Hairspray Baltimore, 1962. Tracy Turnblad (Nikki Blonsky) liebt ihre Stadt über alles, nicht zuletzt, weil sie die Heimat der "Corny Collins Show" ist. Tracys Lieblingsprogramm geht jeden Nachmittag auf Sendung und lässt im wahrsten Sinne des Wortes die Puppen tanzen: Die coolsten Kids aus Baltimore stellen unter der Anleitung von Mädchenschwarm Corny Collins (James Marsden, "X-Men") die neuesten Tänze vor. Natürlich wollen Tracy und ihre beste Freundin Penny (Amanda Bynes, "Was Mädchen wollen") auch zu den Auserwählten gehören, die vor der Kamera tanzen dürfen. Doch Tracys Chancen stehen trotz ihrer unübersehbaren tänzerischen Begabung schlecht, sie ist der arroganten Aufnahmeleiterin der Show, Mrs. Von Tussle (Michelle Pfeiffer, "Dangerous Minds"), einfach zu dick.

Tracys Hüftgold, augenscheinlich ein Vermächtnis ihrer ebenfalls übergewichtigen Mutter Edna (John Travolta, "Grease", "Saturday Night Fever"), steht ihrer Tanzkarriere allerdings nur bedingt im Weg. Zumindest die männlichen Stars der Show sind von ihrem Talent überzeugt und nehmen sie gegen Von Tussles Willen in ihr Team auf. Tracy avanciert sofort zum Publikumsliebling und zur Anwärterin auf den Sieg des "Miss Teenage Hairspray"-Wettbewerbs. Doch am Set wird Tracy auch mit den Schattenseiten des Fernsehbusiness konfrontiert. Sie muss nicht nur den ständigen Neid ihrer weiblichen Co-Stars ertragen, sondern auch feststellen, dass es eine strikte Trennung zwischen Weißen und Schwarzen gibt, die von den Machern der Sendung vehement verteidigt wird. Diese Ungerechtigkeit will Tracy nicht länger erdulden, sie muss etwas unternehmen…



KRITIK

Hairspray Adam Shankmans "Hairspray" ist ein typischer Musicalfilm: Es wird gesungen, getanzt, gelacht und gejauchzt, bis die ganze Welt in klebrig-süße Zuckerwatte gepackt ist und Einhörner auf dem Regenbogen tanzen. Na ja, fast jedenfalls. Shankmans Filme, zu denen unter anderem "Haus über Kopf" und "Der Babynator" zählen, sind der Inbegriff von leichter Familienunterhaltung und auch sein neuestes Werk zeichnet sich vor allem durch mitreißende und hochkarätige Traditionscomedy mit einem Hauch von glückseliger Pustekuchen-Mentalität aus. In "Hairspray" ist die Welt schön, bunt und herzerwärmend banal.

Hairspray Völlig von kitschiger Fröhlichkeit durchsetzt ist der Film freilich nicht. Ironie schwingt an der ein oder anderen Stelle durchaus mit. Wenn Tracy etwa im ekstatischen Glücksrausch die Schönheit baltimorescher Ratten besingt und dem stadtbekannten Exhibitionisten mit einem Lächeln entgegenhüpft, dann wird die rosarote Weltsicht der Protagonistin ein klein wenig relativiert. Und auch die Einbindung des Kampfes für die Gleichberechtigung afroamerikanischer Staatsbürger stellt den Versuch dar, "Hairspray" irgendwie mit gesellschaftlicher Relevanz auszustatten.

Wirklich einfühlsam und authentisch wirkt Shankmans Film aber auf einer viel unprätentiöseren Ebene, der der Familie. Das mag an der hervorragenden Besetzung liegen. John Travolta spielt Tracys Mutter Edna, Christopher Walken ihren Vater Wilbur. Die schüchterne Wuchtbrumme und der Besitzer eines Scherzartikelladens geben ein wunderbares Paar ab, das von Tracys Emanzipation nicht ganz unberührt bleibt: Edna traut sich nach Jahren des Rückzugs endlich wieder aus dem Haus, schmeißt sich in Schale und feiert ihre Pfunde. Travoltas Performance ist der Knüller des Films. Nicht ganz so verspielt, dafür aber teuflisch gut fällt Michelle Pfeiffers Inkarnation der intriganten Fernsehhexe aus, deren schöne Tochter nach Tracys Ankunft in der "Corny Collins Show" um ihre Fans bangen muss.



FAZIT

Hairspray "Hairspray" ist ein anheimelnder Musicalfilm Marke Glückshypnose, in dem das Happyend genauso wenig fehlen darf wie ausgiebiger Gesang und Tanz. Für Musical-Anfänger eignet sich Shankmans Gaudi-Dröhnung deshalb nur bedingt, "Hairspray" geht ohne jegliche Spaßbremse in die Vollen. Fans des Genres werden sich in Tracys Kitschwelt dagegen pudelwohl fühlen.

Von Therese Hopfmann



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