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Home Page : Movies : Black Christmas

Black Christmas

Kinostart
21.12.2006

Genre
Thriller

Erscheinungsjahr
2006

Land
USA

Verleih
Concorde

Regie
Glen Morgan

Autor
Glen Morgan

Laufzeit
100 Minuten

FSK
ab 18 Jahren

Hauptdarsteller
Katie Cassidy
Mary Elizabeth Winstead
Michelle Trachtenberg
Chrystal Lowe




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INHALT

Black Christmas Billys Kindheit ist trist, die Mutter vernachlässigt ihn. Die Liebe, nach der er sich sehnt, verweigert sie ihm. Statt in einem freundlichen Kinderzimmer aufzuwachsen, muss er in einer staubigen Dachkammer hausen. Sein schwacher Vater wird derweilen von der Ehefrau betrogen. Und dann ist er plötzlich verschwunden. Tot? Ermordet? Niemand weiß es. Dafür taucht ein neuer Mann auf, eine kleine Schwester wird geboren und Billy verliert die Nerven. Seine Rache ist furchtbar.

Die traurigen Ereignisse liegen mittlerweile Jahre zurück. Kaum einer erinnert sich noch an die grausame Vergangenheit. Lange stand das Haus leer, aber nun ziehen sechs Stundentinnen der gleichen Verbindung ein: Kelli (Katie Cassidy), Dana (Lacey Chabert), Lauren (Crystal Lowe), Megan (Jessica Harmon), Heather (Mary Elizabeth Winstead) und Melissa (Michelle Trachtenberg). Gemeinsam mit ihrer Hausmutter (Andrea Martin) freuen sie sich auf Weihnachten, das Fest der Liebe. Doch dann wird eines der Mädchen tot aufgefunden...



KRITIK

Black Christmas Einfache Aufgabenstellung: Eine Zelle in einer Nervenheilanstalt, ausgestattet mit einem Bett, über das eine lange Decke geworfen ist, einem halben Meter hohen Schrank und einem doppelt vergitterten Mini-Fenster. Wo hat sich der Psychopath versteckt? Richtig. Wahrscheinlich unter dem Bett. Leider denkt der Wärter des Zellenblocks nicht ganz so weit, betrachtet auf der Suche nach dem Insassen lieber dessen Schrank und lässt sich brav von hinten umbringen. Glücklicherweise ist diese Szene gleich eine der ersten in "Black Christmas", so dass man als Zuschauer schnell weiß, woran man ist. Der neueste Horror-Streich des Duos Glen Morgan (Regie) und James Wong (Produktion) ist nämlich das übliche Gemetzel ohne sonderlich viel Sinn und Verstand.

Auch "Black Christmas" ist das Remake eines Genre-Klassikers von 1974, die Serie der Schocker-Neuauflagen reißt also weiterhin nicht ab. Slasher-Fans kommen mit einigen Szenen sicherlich auf ihre Kosten, vor allem diejenigen, die etwas mit Augenverletzungen anfangen können. Ansonsten bietet der Film auch für Horror-Fanatiker nicht viel Neues, vielmehr hat man das Gefühl jede einzelne Szene schon einmal gesehen zu haben – kein Wunder bei der Menge an Horror-Streifen, die dem Zuschauer in den letzten Jahren vorgesetzt wurden. Und selbst verglichen mit anderen Fließband-Produktionen dieses Kinojahres ist "Black Christmas" der schwächste Vertreter seiner Gattung, denn hier stimmt einfach herzlich wenig.

Black Christmas Die psychologisch kaum nachvollziehbaren Handlungen der Charaktere ziehen sich durch den ganzen Film und sorgen dafür, dass erstaunlich wenig Spannung aufkommt. Die Morde selbst sind zwar blutig, regen teilweise aber eher zum Lachen an. Da man die Hauptfiguren als Zuschauer im Vorfeld kaum kennen lernt, hält sich auch das Mitgefühl in Grenzen und man ist höchstens noch gespannt, was sich Killer Bobby noch so einfallen lässt, um seinen Appetit auf Augen zu stillen. Die grundliegende Dramaturgie von "Black Christmas" ist zudem äußerst vorhersehbar, selbst die im Presseheft angepriesene "überraschende Wende" zum Ende des Films ist auch dem ungeübtesten Zuschauer nach einer Viertelstunde klar. Zumindest amüsant sind dagegen die Anspielungen auf die Weihnachtszeit; so sehen wir in einer Rückblende, wie Psychopath Bobby aus dem Fleisch seiner Opfer lecker Plätzchen bäckt.

Michelle Trachtenberg, bekannt aus "Buffy", wollte eigentlich nicht zurück ins Horror-Genre, konnte von Morgan und Wong aber umgestimmt werden. "Das Drehbuch gefiel mir wirklich gut, und Glen ließ mir große Freiheiten bei der Rollengestaltung", sagt sie. Ganz abgesehen davon, dass Mrs. Trachtenberg anscheinend nicht allzu hohe Ansprüche an die Qualität eines Drehbuchs stellt, muss man sich doch fragen, von welcher Rollengestaltung sie da spricht. Denn das Hauptproblem von "Black Christmas" ist gerade, dass keine der Rollen in irgendeiner Art und Weise "gestaltet" ist. Zuviel Freiheit für aussortierte Serien-Darsteller scheint also auch nicht gut zu tun.



FAZIT

Black Christmas Glen Morgans "Black Christmas" ist so simpel wie seine Werbezeile "Stille Nacht, Tödliche Nacht". Dem Horror-Fan werden ein paar solide inszenierte Schlachtungen vorgeführt, ansonsten laufen hier nur ein paar Studentinnen durch ein Haus und schreien laut. Die Figuren werden kaum eingeführt und verhalten sich während der weihnachtlichen Hetzjagd nicht sonderlich intelligent. Das führt dazu, dass Horror-Fans anfangen zu gähnen, während sich die restlichen Zuschauer fragen, wer da wohl ihre Kinokarten vertauscht haben mag. Ein Film, den man selbst als Genre-Fan getrost ignorieren darf.

Von Till Kadritzke



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