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Aeon Flux

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Kinostart
16.02.2006

Genre
Science Fiction

Erscheinungsjahr
2005

Land
USA

Verleih
UIP

Regie
Karyn Kusama

Autor
Phil Hay/ Matt Manfredi

Laufzeit
93 Minuten

FSK
ab 12 Jahren

Hauptdarsteller
Charlize Theron
Marton Csokas
Jonny Lee Miller
Sophie Okonedo




Sex sells

INHALT

Aeon Flux Wir schreiben das Jahr 2415. Das Gros der Menschheit wurde durch einen Virus dahingerafft und Mutter Natur hat sich zurückgeholt, was ihr einst gehörte. Doch inmitten dieser dem Menschen feindlich gesinnten Natur findet sich die Stadt Bregna, in der die Welt nahezu perfekt und das Leben sorglos zu sein scheint. Sterile Architektur und saftig grüne Gartenanlagen prägen das Bild dieser oberflächlich sonnigen und schönen Welt, in der weder Krankheiten, Hunger oder gar Kriege existieren.

Doch wo Licht, da auch Schatten. Unter dem Deckmantel der Harmonie offenbaren sich der Eliteagentin Aeon Flux (Charlize Theron) mehr und mehr Geheimnisse über die diktatorischen Machenschaften der Regierung. Flux' gesamtes Weltbild kommt zunehmend ins Wanken, bis sie endlich den Auftrag erhält, auf den sie ihr ganzes Leben gewartet hat: Die Ermordung des Alleinherrschers Trevor Goodchild (Marton Csokas). Denn Aeon Flux operiert nicht im Namen der Regierung, sondern im Auftrag der Rebellion. So wird die Lady im schwarzen Dress zur tödlichsten Waffe der Opposition.



KRITIK

Aeon Flux Sie spielte bereits an der Seite von Keanu Reeves im Liebesdrama "Sweet November", landete einen Millionencoup in "The Italian Job" und lehrte ihren Freiern in "Monster" das Fürchten. Dafür gab es als Belohnung keine geringere Auszeichnung als den heiß begehrten Oscar: Charlize Theron. Ein Defizit an Vielseitigkeit kann man der Südafrikanerin ebensowenig vorwerfen wie ein schlechtes Aussehen. So kommt Charlize Theron dieses Mal als Topagentin in einem hautengen Stück Stoff weniger mit inneren Werten, als viel mehr mit ihren äußeren Reizen daher.

Mit ihrer ersten wirklichen Actionrolle mimt Theron einen Charakter, der an die mehr oder weniger bekannte 90er-Jahre MTV-Animationsserie "Aeon Flux" angelehnt ist, wobei die Oscar-Gewinnerin ihrem animierten Vorbild in Bezug auf Akrobatik und Sexappeal in nichts nachsteht. Rasante Nahkämpfe, einige Schusswechsel und zirkusreife Kunststückchen sind dann aber auch bereits alles, was diese Comic-Adaption zu bieten hat. Eine zu Beginn recht undurchsichtige und durchaus mysteriöse Story entlädt sich gen Ende als Knallfrosch und enttäuscht somit das gespannte Publikum.

Aeon Flux Dennoch vermittelt die Welt von "Aeon Flux" einen ganz besonderen Charme, dem sich der Zuschauer nur schwer entziehen kann. Anders als in so manch anderem Science Fiction-Abenteuer, präsentiert sich die Zukunft nicht als eine von Verfall, Brutalität und Überbevölkerung geprägte Horrorvision, sondern gibt sich nach außen absolut makellos, ja nahezu künstlich. Der Betrachter nimmt diese Künstlichkeit mit einer Mischung aus Faszination und Unbehagen wahr - fühlt sich der Mensch mit einer derartig sauberen Geradlinigkeit doch meist recht unwohl. Etwas erfrischende Abwechslung bringen die pedantisch angelegten Grünanlagen, die aber während der einen oder anderen Verfolgungsjagd etliche trickreiche Gefahren für unerwünschte Fußgänger offenbaren.

Ein Großteil der beeindruckenden und gleichzeitig artifiziell wirkenden Landschaften stammen - wie sollte es bei zeitgenössischen Produktionen auch anders sein - aus dem Computer. Besondere Erwähnung verdient jedoch der eigentliche Schauplatz, an dem die Bilder für die die US-Produktion eingefangen wurden. Berlin ist immer eine Reise Wert, und so kamen Teile der Hauptstadt vor die Linse. Allerdings geschah die Implementierung der Bilder derart geschickt, dass nur der äußerst aufmerksame Zuschauer in der Lage sein dürfte, die wahre Identität der Kulissen zu enttarnen. So finden sich neben verschiedenen Gropius-Bauten unter anderem auch das ohnehin futuristisch anmutende Tierheim Falkenberg, wie auch die Gärten von Schloss Sanssouci im Film wieder. Die Filmemacher fanden in den Gebäuden und Gärten von Berlin und Potsdam offensichtlich das, wonach sie suchten: Eine bestimmte Kombination aus Gestern und Morgen.



FAZIT

Aeon Flux Mit "Aeon Flux" kommt ein Streifen in die Kinos, der dem potentiellen Zuschauer die Entscheidung, ein Ticket zu erstehen, nicht einfach macht. Solide Action, futuristische Landschaften und äußerst phantasievolle Details geben eine hervorragende Basis für einen Film dieses Genres ab. Demgegenüber steht jedoch eine recht maue Story, die nicht zuletzt eine gewisse Tiefe der Charaktere vermissen lässt. In der Tat macht erst Charlize Theron - deren körperlichen Fähigkeiten in diesem Werk deutlich häufiger zum Tragen kommen als die schauspielerischen - das Salz in der Suppe aus. Denn Letzteres ist zweifellos zu spärlich zur Verwendung gekommen, wirkt dieses Science Fiction-Mahl doch ein wenig blass. Vielleicht hat sich Theron etwas unter Wert verkauft - andererseits konnten wir wieder etwas über ihren Facettenreichtum hinzulernen. Und nicht zuletzt dürfte die hübsche Charlize in ihrem aufreizendem Kostüm nicht nur die Gattung des männlichen Geschlechts in Verzücken versetzen. Sex sells.

Von Lars Lehmann



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