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16 Blocks

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Kinostart
20.04.2006

Genre
Action

Erscheinungsjahr
2006

Land
USA

Verleih
Warner Bros.

Regie
Richard Donner

Autor
Richard Wenk

Laufzeit
118 Minuten

FSK
ab 12 Jahren

Hauptdarsteller
Bruce Willis
Mos Def
David Morse
Jenna Stern




Spiel auf Echtzeit

INHALT

16 Blocks Der verkaterte NYPD-Detective Jack Mosley bekommt einen scheinbar einfachen Auftrag: Der Kleinkriminelle Eddie Bunker soll vor einem Untersuchungsausschuss aussagen und muss von seiner Zelle zum Gerichtsgebäude gebracht werden – das ist 16 Häuserblocks entfernt. In 15 Minuten könnte die Sache erledigt sein, doch als sich Jack in den morgendlichen New Yorker Berufsverkehr einfädelt, übersieht er einen Lieferwagen, der ihm folgt, und die Geschehnisse nehmen ihren Lauf. 16 Häuserblocks entscheiden über Leben und Tod.



KRITIK

16 Blocks Vor fünf Jahren kam die Krimi-Serie „24“ ins Fernsehen und mit ihr ein vollkommen neues Konzept: Denn jede der 24 Folgen nahm nicht nur im Fernsehprogramm eine Stunde Sendezeit ein, auch innerhalb der Serie verstrichen pro Folge nur 60 Minuten – der Zuschauer erlebte das Geschehen rund um Hauptfigur Jack Bauer in Echtzeit. „24“ geht mittlerweile in die sechste Staffel und das innovative Konzept findet verstärkt Nachahmer. Auch Richard Donners neuer Film „16 Blocks“ wirbt mit dieser Echtzeit-Struktur, auf die der Plot von Anfang ausgelegt scheint: 118 Minuten hat Detective Jack Mosley (Bruce Willis), um den Kleinganoven Eddie Bunker (Mos Def) zu seinem Gerichtstermin zu geleiten – genau die Länge des Kinofilms. Im Gegensatz zur Fernsehserie, in der die immer wieder eingeblendete Uhrzeit unermüdlich auf den Clou der Serie hinweist, fallen die fehlenden Zeitsprünge bei „16 Blocks“ kaum auf. Vielmehr entsteht ein konventioneller und nicht sonderlich spannender Action-Thriller, bei dem man fast jede Szene schon einmal gesehen zu haben glaubt.

Bruce Willis spielt den heruntergekommenen Cop Jack, der eines morgens – mal wieder völlig verkatert – zum Dienst antritt und hofft, einen weiteren Tag ohne besondere Vorkommnisse durchzustehen. Beim scheinbar unspektakulären Auftrag den Klein-Kriminellen Eddie zu einem Gerichtstermin zu kutschieren, sieht sich Jack auf einmal unter Beschuss: Sein ehemaliger Partner Frank Nugent (David Morse) will Eddie töten, da dieser vor Gericht einige korrupte New Yorker Cops belasten würde. Doch dieses Mal lässt Jack seine Kollegen nicht einfach so machen: Er stellt sich gegen seinen Ex-Partner und nimmt sich der „Mission Impossible“ an: Eddies Leben gegen eine gesamte Polizei-Einheiten zu verteidigen und den Verbrecher rechtzeitig zum Gericht zu bringen. Bruce Willis hat sichtlich Spaß in dieser Anti-Helden-Rolle, kann aber auch nicht verhindern, dass sich „16 Blocks“ gegen Ende zum typischen Willis-Thriller entwickelt. Mos Def („Monster’s Ball“, „ The Italian Job“) beweist erneut großes darstellerisches Talent, auch wenn die comicartige Stimme, die er seiner Figur verleiht, nach einer gewissen Zeit nicht nur Jack auf die Nerven geht. Fast noch besser als die beiden Hauptdarsteller ist David Morse in der Rolle des Detectives Frank, der bereit ist über Leichen zu gehen, um eine Aussage Eddies zu verhindern. Seine starke Präsenz verleiht den Dialogen zwischen den ehemaligen Partnern eine Intensität, die dem Film an anderen Stellen häufig fehlt.

Regisseur Richard Donner inszenierte die beliebte Lethal Weapon-Serie, ist also erfahren genug im Genre, um aus der schwachen Geschichte mit ein paar nette Action-Szenen noch etwas herauszuholen. Die Vorhersehbarkeit der Story sorgt aber dafür, dass zu keiner Zeit wirkliche Spannung aufkommt, da nützen auch die eindrucksvollen Kamera-Fahrten nichts. Ohne einen zumindest einigermaßen nachvollziehbaren Plot wirkt kein Thriller, so fragt man sich während des Films doch zunehmend, welche Art von Aussage eines Klein-Kriminellen, der seine eigene Haut retten will, ein ganzes Polizei-Revier zu dem Risiko treibt den Zeugen töten zu wollen. Diese Frage bleibt allerdings genauso unbeantwortet wie die nach dem Unterschied zwischen einer vorgetäuschten Bus-Entführung und einer tatsächlichen. Auch dieser Aspekt iieße sich sicherlich noch gnadenlos durchanalysieren, vielleicht reicht es aber sich einfach den Film anzusehen. Oder es eben bleiben zu lassen.



FAZIT

16 Blocks Man kennt die Figuren, man kennt die Geschichte, man ahnt den Verlauf. „16 Blocks“ bietet trotz des Echtzeit-Konzepts nichts Neues und ist noch nicht einmal besonders spannend. Bruce Willis- und Action-Fans werden ihren Spaß haben, alle anderen verpassen nichts – trotz der wirklich hervorragenden Leistungen der drei Hauptdarsteller und der guten Inszenierung von Action-Spezialist Donner. Augen auf bei der Drehbuch-Auswahl.

Von Till Kadritzke



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